Kurz vor dem Schlafengehen hieß es gestern Abend: Noch ein bisschen wach bleiben, denn draußen kündigte sich etwas Außergewöhnliches an. Und tatsächlich: In der Nacht vom 19. auf den 20. Januar waren über Sachsen Polarlichter zu sehen – ein seltenes Naturschauspiel, das auch bei uns im Kinderdorf besonders gut zu beobachten war.

Über dem dunklen Himmel begannen grüne und rötliche Lichtschleier zu tanzen. Still, fast magisch, zogen sie ihre Bahnen. Viele der Kinder kannten Polarlichter bisher nur von Bildern oder aus Erzählungen. Nun standen sie gemeinsam mit den pädagogischen Fachkräften am Fenster, blickten nach oben und staunten.

Wie entstehen Polarlichter? Warum sind sie sonst eher im hohen Norden zu sehen? Und weshalb waren sie ausgerechnet in dieser Nacht auch in Sachsen sichtbar? Aus dem Beobachten entwickelte sich ganz nebenbei ein gemeinsamer Lernmoment – getragen von Neugier, Fragen und Begeisterung.

Solche Erlebnisse sind mehr als eine schöne Abwechslung vom Alltag. Sie stärken Gemeinschaft, schaffen bleibende Erinnerungen und zeigen, wie besonders die Welt manchmal ganz unerwartet sein kann. Für die Kinder im Kinderdorf Steinbach war diese Nacht ein kleines Abenteuer – mit kalten Füßen, warmen Jacken und einem Himmel voller Farben.