Herzlich Willkommen auf der Webseite des
Albert-Schweitzer-Kinderdorfes in Sachsen

auf dieser und den folgenden Seiten möchten wir Sie über die Aktivitäten des Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V. informieren.

Hochseilgarten Mittelteich-Bad Moritzburg lädt Kinderdorf zum Klettern ein

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„Komm, du schaffst das! Nur noch ein Stückchen – – – warte, ich helfe dir“, Oskar (9) klettert ein paar Meter zurück und streckt die Hand nach seinem kleinen Bruder Noel aus. Dem Siebenjährigen ist die wackelige Hängebrücke im Kinderparcours des Hochseilgarten nicht geheuer. Doch mit der Hilfe des großen Bruders überwindet er den schwierigen Teil des Parcours und ist danach wahnsinnig stolz auf sich. „Gleich nochmal!“, rufen die beiden Brüder, als sie eine Runde rum sind.

Kurz vor den Sommerferien fragten wir beim Hochseilgarten am Mittelteich an, ob unsere Kinder zu einem Klettertag vorbeikommen können. „Natürlich, sofort!“ antworteten die Betreiber und luden unsere Kinder nicht nur zum Klettern ein, sondern spendierten auch noch einen Mittagsimbiss für alle. Die Kinder freuten sich über die Einladung und starteten die zweite Ferienwoche in luftigen ein bis zehn Metern Höhe.

Dass man da auch mal über sich hinauswachsen muss, merken die Kinder, wenn es sehr wackelig wird. „Beim Klettern hat sowieso jeder ein anderes Tempo“, sagt ein Trainer der Anlage. „Bei dem Einen geht es fix, andere brauchen länger, weil sie vorsichtiger sind. Aber am Ende sind alle stolz auf sich, wenn sie den Parcours gemeistert haben.“ So ging es auch dem 17-jährigen Sebastian. Der Junge, der schon seit über zehn Jahren in unserem Kinderdorf lebt, ist geistig entwicklungsverzögert. Dennoch wagte auch er sich gemeinsam mit seinem Hausvater auf den 3 Meter-Parcours. „Sebastian braucht für alles ein bisschen länger“, sagt sein Hausvater. „Aber ich traue ihm das durchaus zu, er kriegt das hin.“

Tatsächlich ist das Klettern in so einem Hochseilparcours das perfekte Training zur Schulung der Feinmotorik und Konzentration. Aber auch die gegenseitige Rücksichtnahme und das Aufeinander aufpassen, sind elementare Bestandteile der Übungen. „Ohne Partner darf niemand höher als drei Meter klettern“, erklärt der Trainer. „Und dann müssen sich alle immer gegenseitig kontrollieren: ‚Ist mein Partner richtig gesichert? Ist der Weg frei? Braucht er Hilfe?‘ Ohne diese Dinge geht es nicht.“

Nach der Stärkung am Mittag mit Wienern und Weißbrot, haben die Kinder nur einen Wunsch: Gleich wieder hoch! So verging die Zeit wie im Flug.

Wir freuen uns sehr über diese herzliche Einladung und möchten uns noch einmal bei den Inhabern bedanken, die unseren Kindern diesen Tag ermöglicht haben! Von (Sach)spenden wie dieser lebt unser Kinderdorf. Menschen mit großem Herzen halten unsere Arbeit am Laufen. 

 

*Die Namen der Kinder wurden zu deren Schutz geändert.

Stadtchor Weißwasser besucht unser Kinderdorf

Chor

Schon zum vierten Mal besuchte uns der Stadtchor Weißwasser am Wochenende in Steinbach und zauberte unseren Kindern ein Lächeln ins Gesicht. Erst allein, später – als alle aufgetaut waren – gemeinsam, sangen die Kinder und der Chor Klassiker und Kinderlieder. „Wir kennen das Kinderdorf schon ganz lange“, sagt die Vereinsvorsitzende Kerstin Jebas. „Das erste Mal waren wir in den 90ern hier, da wurden die Häuser gerade gebaut.“

Der Stadtchor Weißwasser sorgt mit seinen musikalischen Besuchen nicht nur für Abwechslung im Kinderdorf – der Verein unterstützt uns auch regelmäßig mit Spenden. Auch an diesem Wochenende hatte die Vereinsvorsitzende noch eine Überraschung dabei: ein Gutschein für den Bücherladen Hugendubel. „Damit können wir unsere Bibliothek neu bestücken“, freute sich Sylvia Plättner, Geschäftsführerin des Albert-Schweitzer-Kinderdorfs in Sachsen. Die Kinder bedankten sich beim Chor mit selbstgebackenem Kuchen.

Steinbach hat eine neue Bereichsleiterin

Bachmann

Daniela Bachmann kommt aus dem schönen Brandenburg an der Havel. An ihr Theologiestudium hing sie noch einen Master in Psychosozialer Beratung ran und arbeitete einige Zeit als Paar- und Familienberaterin. Zuletzt war Daniela Bachmann als Sozialpädagogische Familienhelferin mit systemischer Coach- und Beraterausbildung für suchterkrankte Menschen und Familien tätig. 

„Ich freue mich darauf, etwas Sinnvolles zu tun“

Nach 16 Jahren engagierter und liebevoller Arbeit, übergibt Brit Nitschke im Juni den Staffelstab an Daniela Bachmann. Ab sofort ist sie für die Bereichsleitung der Häuser in Steinbach zuständig. Frau Bachmann ist damit eine wichtige Schnittstelle zwischen der Geschäftsstelle in Dresden und den Kinderdorfeltern und Hausleitungen in Steinbach. Welche Aufgaben sie sonst noch übernimmt und worauf sie sich am meisten freut, erzählt sie uns im Interview.

Wie sind Sie auf das Albert-Schweitzer-Kinderdorf aufmerksam geworden?

Eine Freundin von mir, die ich schon sehr lange kenne, arbeitet auch hier und hat ab und zu von ihrer Arbeit erzählt. Das fand ich sehr spannend und als sie mir von der ausgeschriebenen Stelle erzählte, habe ich mich direkt darauf beworben.

Was hat Sie an der Stelle besonders gereizt?

Ich möchte meine Berufszeit grundsätzlich damit verbringen, etwas für mich Sinnvolles zu tun und in die Zukunft und das Leben junger Menschen zu investieren. Ich bin selbst ein absoluter Familienmensch und schätze den Gedanken an eine in Liebe und Wertschätzung verbundene Gemeinschaft, in der lebenslanges, miteinander Lernen und Leben in all seinen Facetten möglich und gewünscht ist.

Frau Nitschke und Sie hatten noch viel Zeit, einander kennenzulernen. So konnten Sie sie bei Ihrer Arbeit für volle zwei Monate begleiten.

Die Einarbeitung bei Albert-Schweitzer-Kinderdorf war sehr gut und wirklich vorbildlich! Ich habe von der strukturierten Einarbeit aller Mitarbeiterinnen, besonders durch meine Vorgängerin Frau Nitschke, profitiert. Als Bonus kam hinzu, dass wir uns auch menschlich mögen und gut verstehen. Ich bin sehr dankbar für die gute Übergabe und das großzügige Mithineinnehmen.

Was genau machen Sie denn nun als Bereichsleiterin? Was sind Ihre Aufgaben?

Ich versuche, den Überblick zu behalten, all die laufenden Prozesse gut zu reflektieren, über den Tellerrand hinauszublicken, damit wir zukunftsfähig sind und bleiben.

Es geht um die Hilfeplanung für die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen in Kooperation mit dem professionellen Netzwerk, die Weiterentwicklung von pädagogischen Konzepten, Leistungsbeschreibungen und die Fort- und Weiterbildungsplanung für unsere Mitarbeiter*Innen. Ich bin angebunden an Arbeitsgruppen, und besuche ab und an Fachtage oder Konferenzen, um im Austausch mit anderen Kollegen zu bleiben – Qualitätssicherung und –erweiterung sind auch Themen meiner Tätigkeit sowie Personalführung/-entwicklung und Praktikant*innenanleitung und vieles mehr.

Welche Herausforderung sehen Sie?

Ich sehe es als Herausforderung, den individuellen Bedarfen und Bedürfnissen aller im Kinderdorf Lebender und Arbeitender gerecht zu werden. Vielleicht geht das auch gar nicht immer … Das darf ich aushalten und gleichzeitig versuchen, es bestmöglich umzusetzen. Zum Glück ist das Kinderdorf ja auch wie eine große Familie und unterstützt sich gegenseitig. Niemand kann oder weiß alles – zusammen kann es gelingen, davon bin ich überzeugt! Gemeinsame Werte und sich daraus ableitende Haltungen sind verbindend, stabilisieren ein System und lassen es kreativ werden.

Am Guten festzuhalten, Ja zum Leben zu sagen, anderen und auch mir selbst authentisch Mut und Lust auf die Gestaltung des Lebens zu machen – das ist ebenfalls Arbeit, denn uns begegnet auch Dunkelheit.

Worauf freuen Sie sich bei Ihrer Arbeit am meisten?

Das sind viele Dinge: An erster Stelle freue ich mich natürlich auf die Kinder. Manchmal läuft jemand am Gemeinschaftshaus vorbei, in dem ich mein Büro habe, schaut mich mal prüfend, mal ganz offen an – dann winke ich und lache sie an und sie mir zurück. Das gefällt mir sehr!

Außerdem freue ich mich darauf, kurz- und langfristige Ziele zum Wohl der Kinder gemeinsam mit allen Beteiligten zu erreichen und gute, tragfähige sowie menschlich angenehme Arbeitsbeziehungen aufzubauen.

Und zu guter Letzt auf das tägliche Wissen, etwas Sinnvolles zu tun.

Vatertag ist Familientag

Vater

Der Vatertag wird in vielen Ländern der Erde gefeiert, jedoch an verschiedenen Tagen. Ins Leben rief ihn die Amerikanerin Sonora Louisa Dodd, deren Vater, obwohl im Bürgerkrieg schwer verwundet, sich nach dem Tod seiner Frau allein um seine sechs Kinder kümmerte. In Deutschland fällt der Vatertag auf Christi Himmelfahrt. Warum ausgerechnet an diesem christlichen Feiertag die Väter geehrt werden oder Männer „um die Häuser ziehen“, darüber streiten Wissenschaftler.

In den letzten Jahren entwickelte sich der Vatertag in Deutschland zunehmend zu einem Familientag. Und natürlich findet er auch in unserer Kinderdorffamilie Platz. „So eine Bedeutung wie der Muttertag, hat der Vatertag bei uns zwar nicht“, sagt Ullrich Ott, Hausvater einer Kinderdorffamilie in Dresden. „Aber dennoch freue ich mich natürlich, wenn mir die Kinder früher etwas Gebasteltes aus der Kita oder Schule mitgebracht haben“, sagt er. „Jedem Geschenk meiner Kinderdorfkinder bringe ich Wertschätzung entgegen.“ Inzwischen sind Herrn Otts Kinder schon größer: 12 Jahre das Jüngste, 17 das Älteste – da wird nicht mehr so viel gebastelt. „Dafür unternehmen wir gern Ausflüge“, sagt der Kinderdorfvater. „Es ist ja sowieso ein Feiertag und das nutzen wir natürlich gern aus.“

Was für eine schöne Geste

Fotograf

Das Fotoatelier Kunde in Dresden gibt unseren Kinderdorfkindern ab sofort einen großzügigen Rabatt, wenn sie neue Passfotos brauchen.

Wir freuen uns sehr über derlei kleine und große Aufmerksamkeiten. Daumen hoch für diese Spende!

Kinderdorf Kinderspielplatz Kind-Portrait

Helfen Sie mit …

Um den Kindern ein Zuhause geben zu können, ist viel nötig. Helfen Sie mit, unterstützen Sie uns bei der Arbeit. Jede Spende ist sehr Willkommen und wird dringend benötigt. mehr

DZI-Spendensiegel

DZI-Spendensiegel Dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V. wurde das DZI-Spendensiegel zuerkannt