Herzlich Willkommen auf der Webseite des
Albert-Schweitzer-Kinderdorfes in Sachsen

auf dieser und den folgenden Seiten möchten wir Sie über die Aktivitäten des Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V. informieren.

Kido

Das Albert-Schweitzer-Kinderdorf will Kindern ein neues Zuhause geben, die aus unterschiedlichen Gründen nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können.

 

Bis zu sechs Kinder leben mit Kinderdorfeltern und deren leiblichen Kindern zusammen in einem Haus des Kinderdorfes und gestalten miteinander als Familie den Alltag. Außerdem bestehen familiennahe Wohngruppen, die bis zu sieben Kinder aufnehmen können.

 

In den Kinderdorffamilien und Wohngruppen arbeiten fest angestellte Pädagogen und Hauswirtschaftskräfte. In Sachsen unterhält der Träger sechs Kinderhäuser und eine Außenstelle. Ein siebtes Haus steht derzeit leer und muss renoviert werden.

 

Treffen der Ehemaligen

Ehemalige

Einmal im Jahr treffen sich unsere ehemaligen Kinderdorfkinder bei den Filmnächten. Sie sind inzwischen erwachsen geworden und leben ein selbstbestimmtes Leben. Unsere langjährige Kinderdorfmutter Frau Borrmann berichtet von dem schönen Abend.

Unsere Ehemaligen trafen sich im August nun schon zum wiederholten Mal zu den Filmnächten in Dresden zu einem gemeinsamen schönen Abend. Das Wetter war super, die Kulisse fantastisch und  wieder einmal gute Stimmung.

Nachdem sich Frau Nitschke als langjährige Bereichsleitung aus dem Kinderdorf in Steinbach verabschiedete, übernahm ich gern diesen Part und führe diese Tradition nun weiter. Einige Jugendliche sind in den vergangenen Jahren aus dem Kinderdorf ausgezogen und führen ein selbstbestimmtes und autonomes Leben. Unser offizielles Treffen einmal im Jahr wurde von ihnen immer gern genutzt, um Bekannte aus dem Kinderdorf zu treffen, sich auszutauschen oder einfach nur wiederzusehen.

Nach den vielen Jahren, die ich nun schon im Kinderdorf als Hausleitung arbeite, finde ich es berührend, welche Wege sich „unseren Kindern“ eröffneten, sie ihr Leben führen, Träume verwirklichten und den Kontakt auch weiter hielten.

Viele von ihnen haben inzwischen selbst eine Familie gegründet und wohnen nach ihren Vorstellungen. Sie erzählten mit Stolz von Jobs, die sie fordern, von Urlauben und von Kinderdorfbekannten, mit denen sie in Verbindung stehen.

Einige von ihnen wohnen leider weiter weg, so dass es für diesen Abend nicht realisierbar war, zu kommen. Diese halten oft den Kontakt über die Häuser in denen sie wohnten. Es ihnen wichtig, dieses: „Weißt du noch, als wir…“  offen mit anderen zu teilen und auch Erinnerungen an diese Zeit im Kinderdorf austauschen zu können.

Kurzum: für alle war es ein super Abend, mit dem Versprechen, nächstes Jahr wiederzukommen.

Vielen Dank den Spendern, die auch solche Aktionen ermöglichen!

Silke Borrmann

Unser Kinderdorf in Steinbach sucht Unterstützung.

Blume

Hier geht es zur Stellenausschreibung: Stellenangebote.

Alexa wird erwachsen

Alexa

Alexa war sieben Jahre alt, als sie mit ihrem jüngeren Bruder ins Albert-Schweitzer-Kinderdorf nach Steinbach kam. Dort lebten sie in einer Wohngruppe gemeinsam mit fünf weiteren Kindern. Nun wird Alexa 18 und der Tag des Auszugs naht. In einer Einliegerwohnung des Vereins trainiert sie das alleine Wohnen. Wie sich Alexa auf das Leben nach dem Kinderdorf vorbereitet und was ihre Pläne für die Zukunft sind, erzählt sie uns im Interview.

Wie geht es dir bei dem Gedanken, deine Kinderdorffamilie bald verlassen zu müssen?

Natürlich bin ich traurig, bald nicht mehr hier zu wohnen. Ich werde meine Erzieher und Dorfgeschwister unglaublich vermissen und so oft es geht besuchen. Aber vor dem Umzug an sich habe ich keine Angst. Ich wohne ja nun schon seit fast einem Jahr alleine in der Einliegerwohnung. Und vorher habe ich für ein Jahr allein die obere Etage unseres Kinderdorfhauses bewohnt. Ich konnte mich also schrittweise darauf vorbereiten und war irgendwann sogar froh, nicht mehr in dem Gewusel mit den anderen Kindern zu sein.

Wie kann man sich dein Leben in der Einliegerwohnung vorstellen? Musst du auch alleine einkaufen und Wäsche waschen?

Ja, das gehört alles mit dazu. Später hilft mir ja auch keiner. Wäsche waschen musste ich allerdings schon ab 14 Jahren im Kinderdorf. Wir werden von Anfang an zu Selbstständigkeit erzogen, damit uns der Schritt ins Alleine wohnen später nicht so schwer fällt.

Und wenn du einmal krank bist?

Dann gehe ich auch ganz alleine zum Arzt bzw. fahre mit dem Bus dahin. Ich habe auch fast alle Möbel in der Wohnung hier alleine aufgebaut und organisiere den Weg zur Arbeit selbst. Klar, wenn ich Hilfe brauche, kann ich jederzeit zu den Erziehern gehen. Aber ich denke mir immer: ‚Später muss ich es auch alleine schaffen.‘ Dieser Gedanke spornt mich unglaublich an.

Gerade absolviertest du dein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bereich Politik bei der Deutschen Kinder und Jugendstiftung. Möchtest du in diesem Bereich bleiben oder hast du andere Pläne für die Zukunft?

Ich würde sehr gern weiterhin dort arbeiten. Die Arbeit macht Spaß und die Menschen sind so unglaublich nett und aufgeschlossen. Als ich meinen Kollegen erzählt habe, dass ich in die Einraumwohnung des Kinderdorfes ziehe, haben sie mir sofort Möbel und andere Dinge angeboten. Davon habe ich liebend gern Gebrauch gemacht: Nun habe ich ein Regal im Badezimmer, einen Kleiderständer, einen Wasserkocher und auch neue Klamotten.

Aber, wie das eben so ist, das FSJ endet nach einem Jahr. Danach möchte ich eine Ausbildung zur Kinderkrankenschwester in Dresden machen. Da mir zur Zulassung zu dieser Ausbildung aber ein Praktikum im Bereich Pflege gefehlt hat, mache ich vorher noch ein halbes Jahr meinen „Bufdi“, also den Bundesfreiwilligendienst, in diesem Krankenhaus.

Von dem kleinen Gehalt als Bufdi kannst du dir aber keine Wohnung in Dresden leisten.

Das stimmt, aber das Jugendamt hat mir hier schon Hilfe zugesagt. Die werden die Miete zumindest für die Zeit des Bundesfreiwilligendienstes tragen. Wie es dann weitergeht, muss ich sehen. Große Sorgen mache ich mir aber erst einmal nicht. Das einzige, wovor ich Bammel habe, sind Dinge wie Versicherungen, Strom, Internet … Dann sage ich mir aber: Es gibt immer einen Weg und andere Jugendliche in meinem Alter schaffen es schließlich auch.

Vernissage im Kinderzimmer

Holztitanic

Über ein Jahr hinweg hat der siebzehnjährige Tobias Kunstwerke gesammelt, die er in der Schule und im Kinderdorf gemalt, gebaut oder gebastelt hat. Nun ist es endlich soweit: Seine Ausstellung ist fertig und kann eröffnet werden. Zur Eröffnungsfeier hat Tobias einige Gäste eingeladen, die sich über eine persönliche Führung des Künstlers durch das Museum freuen dürfen. An der Zimmertür sind die Öffnungszeiten und der Name der Ausstellung zu lesen: „Museum der Bauwerke Dresden“. Am Eingang gibt er den Gästen Eintrittskarten aus, die er auch gleich abstempelt: „Wenn die Karten voll sind, kriegt man einmal Eintritt geschenkt“, erklärt Tobias.

Der Siebzehnjährige, der eine Schule für geistig Behinderte besucht, wohnt gemeinsam mit seinen beiden Schwestern in unserem Kinderdorf in Dresden. Die Exponate hat er nummeriert und beschriftet und über sein ganzes Zimmer verteilt: So gibt es etwa eine Stadt aus Holz und eine Autobahnbrücke und einen Tunnel, die er für seine Modelleisenbahnplatte gebaut hat. Der fröhliche Junge interessiert sich aber auch für andere technische Themen: Mehrere seiner Ausstellungsstücke beschäftigen sich mit Dampfschiffen, insbesondere der berühmten „Titanic“. Von dieser hat Tobias ein Holzmodell gebaut, das sogar mit Räucherkerzen betrieben werden kann. Die Titanic ist auch als Motiv einiger Bilder in der Ausstellung zu sehen. „Ich habe viele Bücher und Plakate von der Titanic angeguckt und sie dann in der Schule im Werken nachgebaut“, sagt Tobias. Doch die Titanic ist nicht das einzige komplizierte Bauwerk der Ausstellung: Gleich daneben ist ein aufwendig gestalteter Sportwagen aus Holz ausgestellt.

Tobias ist stolz auf sein Museum und arbeitet ständig an neuen Werken. Neugierige Besucher finden sich in der Kinderdorffamilie schließlich immer.

Wer kann helfen? Wir benötigen zehn Diensthandys!

Smartphone

Auch im Kinderdorf kommunizieren wir sehr viel mit Handys. Ob ein schnelles Austauschen der Erzieher und Bereichsleiter untereinander oder der Kontakt mit dem Fußballverein unserer Kinder: moderne Messanger-Dienste erleichtern unseren Berufsalltag enorm.

Da unsere derzeitigen Handys schon etliche Jahre auf dem Buckel haben und wir aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht unsere privaten Handys nutzen können, benötigen wir neue Diensthandys. Als gemeinnütziger Verein, der zum größten Teil von Spenden getragen wird, ist so eine Anschaffung jedoch eine sehr große und gut zu überdenkende Ausgabe.

Wer uns deshalb mit Smartphones unterstützen könnte, würde uns sehr unter die Arme greifen. Selbstverständlich müssen es keine hochwertigen, teuren Marken sein. Wichtig wäre nur, dass sie internetfähig sind.

Wer kann helfen? Sie erreichen uns unter verein@kinderdorf-online.de oder telefonisch unter der 0351/32035130.
 

 

Kinderdorf Kinderspielplatz Kind-Portrait

Helfen Sie mit …

Um den Kindern ein Zuhause geben zu können, ist viel nötig. Helfen Sie mit, unterstützen Sie uns bei der Arbeit. Jede Spende ist sehr Willkommen und wird dringend benötigt. mehr

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DZI-Spendensiegel Dem Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V. wurde das DZI-Spendensiegel zuerkannt