An drei Standorten im Stadtgebiet
Kinderdorf Dresden
Im Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V. finden Kinder und Jugendliche in Dresden ein sicheres und verlässliches Zuhause mitten im städtischen Umfeld. An drei Standorten im Stadtgebiet bieten wir stationäre Hilfen nach § 27 i. V. m. § 34 SGB VIII sowie § 35a SGB VIII.
Leben in drei Stadtteilen – eingebettet in ein verlässliches Netzwerk
In Dresden-Klotzsche und Dresden-Lockwitz leben jeweils sieben Kinder und Jugendliche in einer Kinderdorffamilie. In Dresden-Übigau gibt es eine Wohngruppe mit sieben Plätzen. Alle Häuser verfügen über großzügige Gärten, die Raum für Spiel, Rückzug und gemeinsames Leben im Freien bieten.
Die Kinder und Jugendlichen erleben einen stabilen Alltag mit verlässlichen Beziehungen und einem klar strukturierten Rahmen. Gemeinsames Kochen, Essen, Lernen und Freizeitgestaltung prägen das Zusammenleben. Jedes Kind hat ein eigenes Zimmer, das als persönlicher Rückzugsort Sicherheit, Ruhe und Individualität bietet.
Ein zentraler Bestandteil unserer Arbeit ist die enge Zusammenarbeit mit externen Fachkräften und therapeutischen Angeboten. Dazu gehören je nach Bedarf unter anderem Physiotherapie, Ergotherapie, Logopädie und Psychotherapie. Diese Unterstützung wird standortübergreifend genutzt und individuell auf die Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen abgestimmt.
So verbindet das Kinderdorf Dresden ein familiäres Lebensumfeld im urbanen Raum mit einer verlässlichen pädagogischen Struktur und einem breit aufgestellten Unterstützungsnetzwerk.
„Jeder Mensch geht uns als Mensch etwas an.“ (Albert Schweitzer)
Unsere Kinderdorfhäuser im Überblick
Für Aufnahmeanfragen wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle.
Für Aufnahmeanfragen wenden Sie sich bitte an unsere Geschäftsstelle.
Ihre Anfrage richten Sie am besten direkt per E-Mail an: verein@kinderdorf-online.de
Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V.
– Geschäftsstelle –
Großenhainer Str. 138
01129 Dresden
T +49 351 320 351 30
F +49 351 320 351 41
Die Gründungsgeschichte
Nach dem Zweiten Weltkrieg standen viele Kinder ohne Eltern oder familiären Halt da. In verschiedenen Ländern Europas entstanden deshalb Kinderdörfer als familiennahe Alternative zu großen Kinderheimen.
Ziel war es, Kindern ein sicheres Zuhause mit verlässlichen Beziehungen und einem möglichst normalen Familienalltag zu geben.
1957 wurde auf Initiative von Margarete Gutöhrlein der erste Albert-Schweitzer-Kinderdorfverein gegründet. Sie bat Albert Schweitzer um die Erlaubnis, das Kinderdorf nach ihm benennen zu dürfen.
Er stimmte zu und schrieb: „Kinderdörfer sind eine Notwendigkeit in unserer Zeit.“ Bereits 1960 zogen die ersten Kinder in das Kinderdorf Waldenburg in Baden-Württemberg ein. In den folgenden Jahrzehnten entstanden weitere Albert-Schweitzer-Kinderdörfer und Familienwerke in ganz Deutschland.
Das Kinderdorf in Sachsen
In Sachsen entstand die Idee eines Albert-Schweitzer-Kinderdorfs erst nach der politischen Wende. Die Religionspädagogin Karin Stempel lernte 1989 das Kinderdorf in Waldenburg kennen und war von dem familienorientierten Konzept überzeugt. Gemeinsam mit weiteren Engagierten gründete sie 1990 den „Sächsischen Kinderdorfverein e.V.“ in Dresden, aus dem später das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V. hervorging.
Mit großem ehrenamtlichem Engagement, öffentlichen Fördermitteln und zahlreichen Spenden konnte das Kinderdorf in Steinbach aufgebaut werden. 1995 begann der Bau in Steinbach, 1996 zogen die ersten Kinder ein.

Bedeutende Unterstützung erhielt der Verein unter anderem durch den japanischen Förderverein „Aktion Kinderhilfe der ehemaligen DDR/Japan“, den Chemiker Dr. Hermann Schnell, den Bayerischen Rundfunk sowie das Albert-Schweitzer-Kinderdorf Waldenburg.
Als Zeichen der Verbundenheit tragen die ersten vier Häuser in Steinbach bis heute die Namen ihrer Förderer. Shinrai (japanisch für „Geborgenheit“) heißt das erste Haus, das gebaut wurde. Das Dr. Hermann Schnell-Haus entstand direkt daneben. Das Haus Sternstunden wurde aus Spenden des Bayrischen Rundfunks finanziert. Ein wenig später entstand das vierte und letzte Haus Waldenburg. In diesem Bauabschnitt wurde auch das Gemeinschaftshaus gebaut.
In den folgenden Jahren wuchs das Kinderdorf kontinuierlich weiter. Neben dem Standort in Steinbach entstanden drei weitere Wohnangebote in Dresden: 2006 wurde das Kinderdorfhaus in Dresden-Lockwitz eröffnet, 2009 folgte die familiennahe Wohngruppe in Dresden-Übigau und 2018 das Kinderdorfhaus in Dresden-Klotzsche.
Heute
Heute begleitet das Albert-Schweitzer-Kinderdorf in Sachsen e.V. Kinder und Jugendliche an den Standorten Steinbach und Dresden im Rahmen der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Insgesamt gibt es sieben familienorientierte Wohnangebote in Kinderdorffamilien und familiennahen Wohngruppen.
Derzeit entsteht in Dresden ein weiteres Kinderdorfhaus. Mit dem Neubau schaffen wir zusätzliche Plätze für Kinder und Jugendliche, die nicht in ihrer Herkunftsfamilie aufwachsen können und ein sicheres, verlässliches Zuhause benötigen.
Zum Kinderdorfleben gehören darüber hinaus zahlreiche ergänzende Angebote – darunter die Dr. Hermann Schnell-Bibliothek sowie die tiergestützte pädagogische Arbeit mit unseren Bienenvölkern. Sie schaffen zusätzliche Möglichkeiten für Bildung, Verantwortung und gemeinschaftliches Erleben.












