Plötzlich sind alle Kinder immer zu Hause. Auch in unseren Kinderndorffamilien und Wohngruppen ist das eine große Umstellung. Was nun anfangen mit der vielen Zeit, die man plötzlich hat? Wie geben unsere Pädagogen und Pädagoginnen den Kindern mit traumatischen Vergangenheiten, die stark auf Struktur angewiesen sind, jetzt Halt? Lesen Sie hier, wie unterschiedlich unsere Häuser damit umgehen.

27.03.2020
Insektenhotel im Kinderdorf Steinbach (1 Kinderdorffamilie + 2 Wohngruppen)

Im Kinderdorf Steinbach ist gemeinsam mit den Kindern ein Insektenhotel entstanden. Wir hoffen, dass es darin bald laut summen und zirpen wird.

25.03.2020
Wohngruppe in Steinbach (6 Pflegekinder)

Im ländlichen Steinbach ist jetzt noch mehr Zeit für Gartenarbeit. Aber auch die Schule darf nicht zu kurz kommen. Die Wohngruppenleiterin Frau Schreiber berichtet:

Unsere Schule zu Hause ist ähnlich strukturiert wie die „richtige“ Schule: mit Pausenklingel, vorklingeln, Stundenklingel und sogar Hofpause. Dadurch lassen sich die Kinder auch gut darauf ein und arbeiten sehr gut mit. Die beiden Großen (13 u. 16 Jahre) arbeiten selbständig und zuverlässig. Sie brauchen aber auch immer wieder Hilfe, denn neuer Stoff muss erarbeitet werden. Die 16-Jährige arbeitet viel im E-Learning-Programm ihrer Schule mit täglicher Aufgabenabholung. Der 13-Jährige bekommt die Aufgaben wochenweise und muss sie sich die Zeit selbst einteilen. Die drei Kleinen (8, 8 u. 9 Jahre) haben jeder ein eigenes Klassenzimmer im eigenen Zimmer und arbeiten dort im eigenen passenden Tempo mit Hilfe von uns Erziehern.

16.03.2020
Kinderdorffamilie in Dresden (5 Pflegekinder)

Kinderdorfmutter Frau Töppner nutzt die Zeit, um im Wald aufzuräumen.

“Bei unseren täglichen Hunderunden im Wald nehmen wir ab und zu eine Tüte mit und sammeln herumliegenden Müll ein. Da kommt ganz schön viel zusammen…”

Mülleinsammeln 4

Mülleinsammeln in der Dresdner Heide

Mülleinsammeln 2

Mülleinsammeln 3